Iman ist angekommen.

Journal 20. August 2026

Iman ist definitiv bei uns angekommen. Die ersten Projekte haben wir gemeinsam umgesetzt, Ideen hin- und hergespielt, diskutiert, verworfen und weiterentwickelt. Und wir merken: Das passt ziemlich gut. Seit diesem Sommer verstärkt Iman a+o als Art Director und bringt neben viel Erfahrung eine Haltung zur Gestaltung mit, die sehr gut zu unserer Arbeitsweise passt.

Iman begleitet Projekte gerne ganzheitlich. Von der ersten Idee und der konzeptionellen Auseinandersetzung bis zur Gestaltung und Umsetzung sucht er nach Lösungen, die inhaltlich überzeugen und gestalterisch auf den Punkt kommen. Dabei behält er das grosse Ganze genauso im Blick wie die typografischen und gestalterischen Details. Er arbeitet ruhig, präzise und ausdauernd – und mit einer Neugier, die wir in unserem Studio sehr schätzen.

Von Teheran über Basel nach Aarau

Geboren und aufgewachsen ist Iman in Teheran. Dort studierte er Graphic Design an der Kunstschule Teheran und sammelte anschliessend vielseitige Erfahrungen in Design- und Branding-Agenturen, im Editorial Design und in der Kommunikationsberatung. Gleichzeitig engagierte er sich in der iranischen Designszene und übernahm unter anderem die Leitung eines Grafikdesign-Festivals. Gestaltung bedeutete für ihn damit schon früh mehr als reine Formgebung – nämlich auch Kommunikation, Vermittlung und kulturellen Austausch.

Ein wichtiger Einfluss auf seine Arbeit ist die Schweizer Grafik – ihre typografische Präzision, Klarheit und die Idee, Gestaltung konsequent aus Inhalt und Struktur zu entwickeln. Besonders fasziniert hat ihn Armin Hofmann, einer der prägenden Typografen der Basler Schule für Gestaltung, der die klassische Schweizer Typografie mit einem experimentellen und spielerischen Ansatz weiterentwickelte. Diese Auseinandersetzung führte Iman schliesslich nach Basel, wo er an der Basel School of Design der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW seinen Master in Visual Communication and Iconic Research absolvierte und später auch an der Hochschule arbeitete.

Bevor Iman zu uns nach Aarau kam, war er rund drei Jahre bei Knopp + Kniel in Basel tätig, zuletzt als Art Director. Dort konzipierte und realisierte er Projekte in den Bereichen Corporate und Editorial Design, Web, Social Media, Motion, Fotografie und Print.

Gestaltung als gemeinsamer Prozess

Diese Breite merkt man auch bei uns. Iman denkt nicht primär in einzelnen Medien, sondern in visuellen Systemen und Zusammenhängen. Ihn interessiert, wie Idee, Inhalt, Typografie, Bild und Anwendung zusammenspielen. Neben Branding und Editorial Design bringt er insbesondere auch viel Erfahrung im digitalen Bereich mit und begleitet Projekte gerne von der Konzeption bis zur fertigen Umsetzung.

Was uns dabei mindestens genauso wichtig ist: Iman versteht Gestaltung als kollaborativen Prozess. Vertrauen, Offenheit und ein starkes Teamgefühl sind für ihn Voraussetzungen für gute Arbeit. Kunden sieht er als Mitwirkende im Projekt. Gute Lösungen entstehen für ihn im Austausch, durch genaues Zuhören, gemeinsames Hinterfragen und den Mut, eine Idee konsequent weiterzuentwickeln.

Das passt ziemlich genau zu der Art, wie wir bei a+o arbeiten: explorativ, kollaborativ und verbindend.

Das Pingpong funktioniert. Meistens.

In unseren ersten gemeinsamen Projekten erleben wir genau dieses Zusammenspiel bereits. Iman bringt seine Perspektive ein, hört zu, hinterfragt und spielt Ideen weiter. Das gestalterische Pingpong funktioniert also ziemlich gut. Überhaupt funktioniert eigentlich alles ziemlich gut mit Iman. Ausser das Pingpong.

Denn schon in seiner Bewerbung hat er sich nicht nur als Designer und Art Director, sondern ausdrücklich auch als Pingpong-Spieler bei uns beworben. Wir hätten diese Zeile vielleicht etwas ernster nehmen sollen. An der Tischtennisplatte haben Noah und Andy nämlich praktisch keine Chance gegen Iman. Sagen wir es so: Während wir uns bei den Projekten sehr über das Spiel auf Augenhöhe freuen, müssen wir uns dieses an der Platte noch etwas erarbeiten.

Lieber Iman: Schön bist du da. Wir freuen uns sehr, dass dein Weg nach Aarau und zu a+o geführt hat. Auf viele gemeinsame Projekte, gute Ideen, intensive Diskussionen und mutige Gestaltung. Und auf die eine oder andere Revanche an der Tischtennisplatte.

 

Vier Sterne für Iman. Noah und Andy kriegen leider nur deren drei.

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