Kunstbuch «Der Träume habhaft werden»

Es ist 30. Dezember 2006: In Buchs bei Aarau sitzt Werner Schenker in seinem Arbeitszimmer und fängt etwas Neues an. Er macht mit einem Bleistift einen Strich auf ein leeres Blatt Papier. Und dann noch einen, und noch einen. Ohne zu überlegen, ohne Plan. Und Werner findet Gefallen daran – denn er macht weiter. Bald entwickelt sich aus diesen planlosen Anfängen ein bewusster Prozess, den er beharrlich und systematisch weiter verfolgt und dabei Zufall und Intuition mit Können und künstlerischem Fachwissen kreuzt. Fast zwei Jahre lang entstehen so über 200 Zeichnungen wie aus dem Nichts Und jetzt ist daraus ein Buch geworden.

«Werner hat damit eine absurd-schöne Welt erschaffen, ein Paralleluniversum der Fantasie, in der es keine Mehrwertsteuer, keine Krankenkassenprämien oder Passwörter mit mindestens neun Sonderzeichen gibt», meint René Moor, der überglücklich ist, dass er bei diesem Projekt von Werner mit dabei sein konnte. Vor rund einem Jahr trug Werner seine gezeichneten Schätze in neun schwarzen Ordnern zu uns ins Büro. Unser Auftrag: daraus ein Buch zu gestalten – wir waren happy und herausgefordert.

Und jetzt ist es vollbracht: Nach langem Grübeln, Tüfteln und Diskussionen über Konzept, Bilder, Papiere, Mikro- und Maktrotypografie ist die Freude riesig über ein wunderbares Werk (das übrigens in kein Büchergestell passt). Und wir sind mächtig stolz darauf. «Der Träume habhaft werden» glänzt nicht nur mit herrlichen Zeichnungen und Texten, es enthält zusätzlich dazu in Wort und Bild das Protokoll eines Experiments der beiden Protagonisten zwölf Jahre danach. Zudem gibt Werner in einem weiteren Kapitel Einblick in seinen Arbeitsprozess und wie er damals beim Zeichnen vorgegangen ist.

Fotografie: Andreas Graber, Zürich

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