Fernweh nach Tee

Text von Läura Maurer, Praktikantin Büro a+o

Der Herbst ist in Aarau angekommen. Am Morgen legt sich der Nebel über die Aare und am Abend fegt ein kühler Wind durch die Strassen. Es ist Freitag und ein besonders verregneter Tag. Die perfekten Bedingungen für eine warme Tasse Tee, dem beliebtesten Getränk der Welt – nach Wasser natürlich. So macht sich das Büro a+o auf zu Bettina Maurer vom Teeblatt in Aarau. Vor etwa einem Jahr haben wir für den Teeladen ein neues Branding und Verpackungsdesign gestaltet und eine Webseite mit Onlineshop entwickelt.

In Bettinas Stube empfängt uns ein schön gedeckter Tisch. Darauf stehen sechs kleine Teeschalen aus Keramik und in der Mitte liegt eine ausgebreitete Weltkarte.

Zusammen mit den beiden Teeblatt-Mitarbeiterinnen Nadia und Julia begeben wir uns auf eine Reise nach China, Japan, Indien, Marokko, England und schliesslich nach Ostfriesland. Denn Bettina hat uns auf eine Teeweltreise eingeladen.

Tee, aber oho!

Bettina beginnt mit gelassener Stimme von Oolong, schwarzem, weissem, grünem und gelbem Tee zu erzählen. Sie nimmt uns mit nach Asien, auf riesige Teeplantagen und in die Wohnzimmer der Engländer, mit Earl Gray und Scones. Letztere hat sie sogar selbst gebacken, original serviert mit geschlagenem Rahm und Marmelade, dazu Matcha-Plätzchen und Pralinés.

Während wir uns verwöhnen lassen erzählt uns Bettina die Legende des Kaisers Chen Nung, welcher 2737 v.Chr. den Tee per Zufall entdeckt haben soll. Und wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Ostfriesen, im Norden Deutschlands, am meisten Tee pro Kopf auf der Welt trinken? Wir sind alle überrascht, dass Tee so spannend sein kann.

Die Reise geht zu Ende

Bettina zeigt uns einen kleinen Bambus-Besen mit dem man traditionsgemäss Matcha-Tee schaumig schlägt. Nadine, als waschechte Teefanatikerin, kann nicht wiederstehen und darf abschliessend davon kosten. Auch die anderen dürfen einen Tee nach Wahl geniessen und damit die Teeweltreise beenden. Glücklich und mit warmen, vollen Bäuchen, kehren wir zurück in die Schweiz, wo es in der Zwischenzeit zu regnen begonnen hat. So lässt sich der Herbst geniessen.

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