Heute endet für mich ein prägender Abschnitt: Nach elf Jahren im Büro a+o schlage ich neue Wege ein. Der Wunsch nach Veränderung ist über die Zeit gewachsen: mehr mit Menschen und den Händen und weniger am Bildschirm zu arbeiten. Nach vielen Jahren Konzept-, Gestaltungs- und Projektarbeit möchte ich bewusst Raum schaffen für neue Erfahrungen und andere Perspektiven.
Schon elf Jahre ist es her, seit ich direkt nach meinem Studium nach Aarau gekommen bin und im Büro a+o angefangen habe zu arbeiten. Mit diesem Schritt hat sich nicht nur mein Arbeitsort, sondern nach kurzer Zeit auch mein gesamtes Umfeld verändert. Bereits nach 3 Monaten – und bestandener Probezeit – bin ich aus der Innerschweiz hierhergezogen. Aarau wurde für mich mit der Zeit zu einer zweiten Heimat, verbunden mit vielen Begegnungen, die zu Freundschaften wurden.
Ich darf auf eine unglaublich vielfältige, spannende und lehrreiche Zeit zurückblicken. Gemeinsam haben wir etliche Konzepte entwickelt, Ideen umgesetzt, Kulturprojekte begleitet und viele besondere Momente erlebt – im Alltag, an Events oder auf Teamausflügen. Was ich besonders geschätzt habe, ist die familiäre Atmosphäre des kleinen Teams und die Möglichkeit, Projekte ganzheitlich zu begleiten: vom ersten Gespräch über Workshops und Konzeption bis hin zum Entwurfsprozess, der Umsetzung und schliesslich der Produktionsabwicklung. Diese Nähe zu unseren Kund:innen und Partner:innen hat mich fachlich wie auch menschlich geprägt.
Neben der gestalterischen Affinität nehme ich auch viele Erfahrungen in Selbstorganisation, Kommunikation und Zusammenarbeit mit. Ich habe gelernt, Projekte eigenständig zu führen, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig aufmerksam zu bleiben für Teamprozesse, Grenzen und Bedürfnisse.
Besonders in Erinnerung bleibt mir die Arbeit mit unseren Praktikant:innen. Sie bei ihrem Einstieg ins Berufsleben zu begleiten und gleichzeitig von ihren Perspektiven und Inputs zu lernen, war immer wieder bereichernd. Aus Kolleg:innen wurden Freundschaften, aus Zusammenarbeit entstand ein Netzwerk, das weit über die Arbeit hinausgeht.
Bevor es beruflich weitergeht, nehme ich mir bewusst eine Auszeit. Über den Sommer werde ich für sieben Wochen auf einem Permakulturhof im Piemont mithelfen. Ich freue mich darauf, körperlich zu arbeiten, mit Pflanzen, Tieren und Menschen unterwegs zu sein und für eine Weile etwas Abstand vom Gestaltungsalltag zu gewinnen.
Gleichzeitig bleibe ich der Gestaltung treu: Als Selbstständige werde ich weiterhin im Bereich Grafik und Illustration tätig sein, suche jedoch zusätzlich eine Abwechslung. Was konkret, ist noch offen – und genau das fühlt sich im Moment richtig an. Ich möchte Raum lassen für neue Projekte, andere Felder und Weiterentwicklung.
Zum Schluss bleibt vor allem Dankbarkeit. Danke, Andy, für dein Vertrauen, die Offenheit, Freiheit und all die gemeinsamen Jahre und Projekte. Danke an alle Kund:innen, Partner:innen, Mitarbeiter:innen und Praktikant:innen für den Austausch, die Unterstützung und die gemeinsame Zeit.
Ich freue mich auf alles, was kommt – und nehme viele wertvolle Erfahrungen mit.